Ratgeber · Heizungsförderung

KfW 458: Bis zu 70 % Zuschuss für Ihre neue Heizung

Die Heizungsförderung der KfW ist der wichtigste staatliche Zuschuss für den Austausch alter Öl- und Gasheizungen. Hier erfahren Sie, wie sich der Fördersatz zusammensetzt, wer anspruchsberechtigt ist – und was sich gerade ändert.

Stand: 17. Juli 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die aktuellen KfW-Merkblätter.

Aktuell wichtig: Die KfW stellt die Förderbedingungen zum 21. Juli 2026 um. Seit dem 9. Juli können keine neuen Bestätigungen zum Antrag (BzA) mehr erstellt werden. Bereits zugesagte Anträge bleiben gültig; bestehende BzA können auch danach genutzt werden – dann jedoch zu den neuen Konditionen. Wer einen Heizungstausch plant, sollte die neuen Bedingungen jetzt einordnen lassen.

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So setzt sich der Fördersatz zusammen

Die Förderung besteht aus einer Grundförderung und mehreren kombinierbaren Boni. Die Prozentsätze beziehen sich auf die förderfähigen Kosten, die pro Wohneinheit gedeckelt sind:

Mit der Reform zum 21. Juli 2026 ändern sich einzelne Bausteine: Angekündigt sind u. a. eine stärkere Kopplung an das Haushaltseinkommen, angepasste Bonushöhen und ein neuer Wertschöpfungsbonus für Wärmepumpen aus EU-Produktion. Die exakten Sätze Ihres Falls sollten daher tagesaktuell geprüft werden.

Wer ist antragsberechtigt?

Der Ablauf in 4 Schritten

  1. Förderfähigkeit prüfen: Gebäude, Heizsystem und Fördersatz klären – z. B. mit dem Schnellcheck.
  2. BzA erstellen lassen: Ein Energieeffizienz-Experte oder Fachunternehmer erstellt die Bestätigung zum Antrag (15-stellige BzA-ID).
  3. Antrag vor Vorhabensbeginn stellen: Online im Portal „Meine KfW", mit BzA-ID und Liefer-/Leistungsvertrag. Erst nach der Zusage darf der Einbau starten.
  4. Durchführung bestätigen: Nach dem Einbau wird die Bestätigung nach Durchführung (BnD) eingereicht, dann wird der Zuschuss ausgezahlt.

Häufigster Fehler: Der Auftrag wird unterschrieben, bevor der Antrag gestellt ist. Damit erlischt der Förderanspruch vollständig – die Reihenfolge ist entscheidend.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Förderung maximal?

Durch Kombination von Grundförderung und Boni sind bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich. Die tatsächliche Höhe hängt von Selbstnutzung, Alter der Altanlage und Haushaltseinkommen ab – und seit dem 21. Juli 2026 von den neuen Förderbedingungen.

Was ändert sich am 21. Juli 2026?

Die KfW passt die Bedingungen des Programms 458 an: stärkere Einkommensorientierung, angepasste Boni und ein neuer Bonus für Wärmepumpen aus EU-Produktion. Bereits zugesagte Anträge bleiben unverändert gültig.

Muss der Antrag vor Beginn der Arbeiten gestellt werden?

Ja, zwingend. Ohne Antrag vor Vorhabensbeginn gibt es keinen Zuschuss. Benötigt werden BzA-ID und ein abgeschlossener Liefer- oder Leistungsvertrag.

Welche Heizungen sind förderfähig?

Unter anderem Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Wärmenetz-Anschlüsse und Solarthermie – jeweils mit technischen Mindestanforderungen. Das Gebäude muss ein Bestandsgebäude sein.

Kann ich den Zuschuss mit einem Kredit kombinieren?

Ja. Der Ergänzungskredit der KfW (Programme 358/359) kann zusätzlich genutzt werden, um den nicht bezuschussten Teil der Investition zinsgünstig zu finanzieren.

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